SOZIOKRATIE

> Konsens als zentraler Wert der Entscheidungsfindung <

 

Ziel Entscheidungsfindung nach dem Konsensprinzip oder Kein-Einwand-Prinzip. Dies bedeutet, dass keine anwesende Person einen Einwand gegen die Entscheidung hat. Alle Beteiligten tragen zur Entscheidung bei. 
Stufe der Beteiligung

Information / Konsultation / Mitgestaltung

Medium offline
Zielgruppe Bürgerinnen und Bürger, Interessenvertretungen, Politik und Verwaltung
Gruppengröße klein / mittel
Räumlicher Kontext lokal / regional / national / international
Dauer kurz / mittel
Ablauf

Die Methode der Soziokratie kann als kooperatives Organisationsmodell für Gruppen oder zur Moderation von Sitzungen angewendet werden. Alle Beteiligten sind gleichwertig.

 

Folgende Prinzipien müssen beachtet werden:

  • Eine Entscheidung wird erst getroffen, wenn keine Teilnehmerin bzw. kein Teilnehmer einen begründbaren und schwerwiegenden Einwand dagegen hat.
  • Diskutiert wird in "Kreisen", die regelmäßig zusammen kommen und ein gemeinsames Ziel erreichen möchten. Die Kreise treffen Grundsatzentscheidungen, die ausgeführt und evaluiert werden.
  • Kreise können gekoppelt werden, indem eine Leiterin bzw. ein Leiter von oben bestimmt und eine Delegierte bzw. ein Delegierter von unten gewählt wird. So ist sichergestellt, dass immer zwei Personen eines Kreises an der Entscheidungsfindung im nächst höheren Kreis beteiligt sind. Die Wahl erfolgt ebenfalls nach dem Prinzip, dass niemand einen Einwand dagegen hat.